Biographie

„Man kann ein klassisches Klavierprogramm populistisch interpretieren oder mutig. Roland Krüger entschied sich für die zweite Variante. Was auf den ersten Blick nach einem höchst konventionellen Abend aussah, entpuppte sich als pianistische Erlebnistour“, schrieb die Badische Zeitung 1997 über den damals 24jährigen Roland Krüger.

Als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes gewann er 1999 den Wartburg-Wettbewerb in Eisenach, und im Jahr 2001 wurde Roland Krügers internationaler Rang beim renommierten Genfer Musikwettbewerb „Concours de Genève“ mit dem zuvor elf Jahre lang nicht vergebenen 1. Preis der Jury im Fach Klavier sowie mit dem Publikumspreis endgültig bestätigt. Nach seinen Schumann- und Bartòk-Aufführungen mit dem Orchestre de la Suisse Romande unter Fabio Luisi in der Genfer Victoria Hall rühmte die Presse seine pianistische Meisterschaft, seine musikalische Autorität und bewunderte seine Fähigkeit zu partnerschaftlichem Dialog mit dem Orchester. Die Zeitung „le temps" titelte: „Der unangefochtene Triumph des Roland Krüger".

Geboren 1973 und mittlerweile selbst Professor an der Musikhochschule Hannover, wurde Roland Krüger von Lehrern wie Oleg Maisenberg, Krystian Zimerman und Karl-Heinz Kämmerling in seiner musikalischen Entwicklung wegweisend beeinflusst. Er entwickelte seine künstlerische Persönlichkeit auf vielen Meisterkursen weiter, unter anderem bei Lazar Berman, John O’Conor und John Perry.

Krüger, der neben unzähligen solistischen Auftritten auch immer gerne den kammermusikalischen Dialog mit herausragenden Musikern praktisch sämtlicher Instrumente pflegt, spielt regelmäßig in berühmten Konzerthäusern wie dem Concertgebouw Amsterdam, dem Palais des Beaux-Arts Brüssel, dem Brucknerhaus Linz oder der Hamburger Musikhalle. Unter anderem musizierte er als Solist mit Orchestern wie dem Orchestre National de Belgique, der Radio-Philharmonie Hannover des NDR, dem Basler Sinfonie-Orchester oder der klassischen Philharmonie Bonn, wobei er mit Dirigenten wie Dennis Russell Davies, Othmar Maga, Eiji Oue oder Marc Soustrot zusammenarbeitete.

Er ist außerdem gern gesehener Gast bei internationalen Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Rheingau Musik Festival, dem Klassik Musikfest Mühlviertel, den Brühler Schlosskonzerten, dem Festival di Ravello oder auch dem Festival de la Habana in Kuba. Daneben widmet sich Krüger immer wieder auch Projekten, die aus seiner Zusammenarbeit mit Schauspielern wie Christian Quadflieg oder Bernt Hahn entstehen. Sein musikalischer Horizont spannt sich über die ganze abendländische Musikgeschichte und bezieht kompositions- und musiktheoretische Fragestellungen mit ein.

Roland Krügers künstlerische Arbeit ist in zahlreichen Konzertmitschnitten für Rundfunk und Fernsehen festgehalten sowie in einer Reihe von CD-Einspielungen dokumentiert. Er veröffentlichte die Etüden von Debussy (Ars Musici), Solowerke von Schubert, Janacek und Bartòk sowie Kammermusik mit dem Klarinettisten Dimitri Ashkenazy (paladino music). Anfang 2013 erschienen Werke von Joseph Merk (Naxos), eingespielt zusammen mit dem Cellisten Martin Rummel.

 

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